Definitionen:

Wikipedia-Definition „Betriebliche Gesundheitsförderung“

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bezeichnet eine mehrere Analyse- und Gestaltungsebenen umfassende Handlungsstrategie auf den Ebenen Mensch – Organisation – Arbeit, die strategisch und methodisch darauf abzielt, Gesundheitsressourcen im Unternehmen aufzubauen. In methodischer Hinsicht relevant ist hierbei die Anwendung wesentlicher Prinzipien der Gesundheitsförderung - wie v.a. das Prinzip der Salutogenese von Aaron Antonovsky - auf das Gestaltungsfeld "Betrieb". Definitorisch und gesundheitspolitisch spielt im europäischen Raum die Luxemburger Deklaration (1997) eine wesentliche Rolle. Die betriebliche Gesundheitsförderung ist auch im Themenkreis der Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf und Work-Life-Balance von wachsender Bedeutung.


Wikipedia-Definition „Betriebliches Gesundheitsmanagement“

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein systematisches Vorgehen zur Förderung von Gesundheit in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen.


Grundsätzliches:

Mit den heutigen Erkenntnissen im Bereich betrieblicher Gesundheitsschutz und betrieblichem Gesundheitsmanagement kann man belegen, dass die Investitionen in diesen Bereichen mit einem Verhältnis von 1:3 rentieren. Das bedeutet - und das kann man sich auf der zunge zergehen lassen - dass sich jeder eingesetzte Franken mit dem Faktor drei multipliziert wieder in die eigene Kasse spült. Wo finden Sie dieses Verhältnis denn sonst  in Ihrem Bereich?

Dass das nicht von heute auf morgen geht und dass es vermutlich etwas mehr Aufwand benötigt, als jedem Mitarbeitendem einmal pro Monat einen Apfel zu schenken, kann sich der geneigte Leser selbst vorstellen.

Stressbedingte Ausfälle kosten die Betriebe heute mehrere Milliarden Franken pro Jahr. Die Kosten für muskuloskelettale Beschwerden wie Rückenschmerzen, Haltungsschäden, etc. werden regelmässig erhoben - die Tendenzen sind wie bei den stressbedingten Erkrankungen steigend.


Für Erfolg in diesen Bereichen benötigen Sie hauptsächlich eines - die Unterstützung und das ideelle Mittragen der Geschäftsleitung. Wenn Sie das nicht haben, dann lassen Sie es besser ganz sein. Die Mitarbeitenden in Ihrem Betrieb merken sehr schnell, dass die von Ihnen durchgeführten Erhebungen und Befragungen keine Resultate nach sich ziehen und Sie auf verlorenem Posten stehen. Das Resultat ist meist, dass die Mitarbeitenden realisieren dass die Geschäftsleitung die Gesundheitsförderung - und damit den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden - nicht sehr hoch gewichtet. Das wiederum führt dazu, dass die Mitarbeitenden auch in den Bereichen der Arbeitssicherheit nachlässig werden und sich Ihre Unfallzahlen erhöhen. Nicht gerade das was Sie wollten, nicht?


Erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung basiert auf einem soliden betrieblichen Gesundheitsmanagement, für das Sie sich Zeit nehmen sollten. Klären Sie wo Sie stehen (Berufsunfälle, Nichtberufsunfälle, Krankheitstage), überlegen Sie sich wo Sie hinwollen und welche Ressourcen Sie dazu haben - und dann schauen Sie wer Sie unterstützen kann. Je nach Betriebsgrösse können Sie selbst etwas in die Wege leiten, oder Sie können gut Unterstützung gebrauchen, da der Aufwand - je nach Zielen - für Sie doch hoch werden kann.


Meine Meinung ist, dass Menschen gerne dort arbeiten wo sie sich gut aufgehoben fühlen. Das bedingt ein gutes Betriebsklima mit gegenseitiger Wertschätzung und Möglichkeiten zur Entfaltung der eigenen Stärken. In solchen Betrieben sind - was nicht weiter erstaunlich ist - die Absenzquoten tief, die Mitarbeitenden (was die Leitung meist einschliesst) bringen sich und ihre Stärken dauerhaft ein und schaffen damit Mehrwert für sich und das Unternehmen. Da Sie bis hier her gelesen haben, gehe ich davon aus dass auch Ihnen einiges an Ihrem Unternehmen - und an Ihren Mitarbeitenden - liegt und Sie sich in Zukunft noch stärker dafür einsetzen werden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei den nächsten Schritten!


Verweise:

Selbsttest SUVA „Betriebliches Gesundheitsmanagement“


Kostenrechner SUVA für Berufs- und Nichtberufsunfälle


Label „Friendly Works Space“ der Gesundheitsförderung Schweiz


Dr. Curt Haefner-Institut Heidelberg Falls Sie eine grosse Firma vertreten und entsprechend Unterstützung benötigen